Die Fallas von Valencia

21. Feb 2008 • Kategorie: Familie

Fallas von ValenciaDie aufregendsten Feiertage in Valencia. Hier kann man die Tradition der Valencianer richtig spüren, diese Tradition wird richtig ausgelebt, und alle nehmen teil. Die Strassen sind voller Menschen die jeden in ihre Feier integrieren.

Am 15. März startet das Spektakel mit der sogenannte Plantá. An diesem Tag beginnen die Falla-Gruppen ihre risigen Figuren aus Karton (die enormen Statuen können bis zu 20 Meter messen.) in den Straßen aufzustellen, die am Ende der Fallas zur Krönung abgebrannt werden. Eine Entschädigung für ihre monatelange Arbeit erhoffen sich die fleißigen Arbeiter in der Preisverleihung. Nur die allerschönste Figur (Ninot), “überlebt” die Johannisnacht. Der Ursprung der Feierlichkeiten liegt in den parots der Schreiner: Holzlampen, die im Winter die Werkstätten erleuchteten und am Abend vor dem Tag des Schutzheiligen San José auf der Straße verbrannt wurden. Anfangs wurde ihnen durch die Ausstaffierung mit alten Lumpen ein menschliches Aussehen verpasst; Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch wurde damit begonnen, Umfang und Größe der Figuren zu erweitern und ihre Züge zu verbessern, wodurch sie zu dekorativen Riesenpuppen wurden.

Am Nachmittag des 15. März findet die mascletá statt, bei der viele Kilo Schwarzpulver in vorprogrammierter Weise verschossen werden. Die Tradition der Mascletades mag manch einer bereits von spanischen Hochzeiten kennen: Knallkörper werden mit Zündschnüren zusammengekoppelt und explodieren hintereinander und miteinander. Während der Fallas werden Mascletades mit einer Länge von bis zu 8.000 Kilometern gezündet und veranstalten ein unerhört lautes Spektakel.

An den Nachmittagen des 17. und 18. März ziehen bis zu 200.000 Menschen in organisierter Weise und in ihren besten Kleidern durch Valencia und tragen tausende von Blumensträußen zu den Kirchen und Kathedralen. Aus den Sträußen werden Wandbilder und Arrangements gesteckt. Der 14 Meter hohen Holzstatue der Virgen de los Desamparados, der Schutzheiligen der Stadt, legen sie Blumen zu Füssen.

Der Höhepunkt der Fallas ist die Cremà. Begleitet von einem Riesenaufgebot an Feuerwehren werden am Abend des 19. März die Ninots der einzelnen Stadtteile abgefackelt. Das Knifflige dabei ist, dass die Figuren allein durch ihre Größe und ihr Gewicht sehr schnell zur Seite kippen können. Das darf aber auf keinen Fall passieren. Eine ordentliche Ninot muss in sich zusammenfallen. Nur dann werden die Feuerkünstler mit dem Beifall des Publikums belohnt.

Kurz vor 24 Uhr trifft sich die Stadt an der Plaza del Ayuntamiento, wo die größte aller Figuren ihrem Flammentod Cremà ins Auge sieht. Lediglich die Ninot Valencias, die von der Kommission zur Schönsten gewählt wurde, bleibt im Fallas-Museum erhalten.
Weitere Informationen auf:: www.spanien-abc.com, www.spain.info,

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