Kanarische Inseln: La Palma im Winter
10. Jun 2008 • Kategorie: BesuchenswertesLa Palma ist eine der sieben gröβten Inseln der Kanaren und weist wie die anderen sechs auch, ein unvergleichliches Klima auf, dass auch im Winter zu einem Besuch einläd.
Dass die Kanarischen Inseln ein beliebtes Winterreiseziel sind, ist bei weitem kein Geheimnis mehr. Doch während sich die Inseln Lanzarote, Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria während der Ferienzeit in deutsche Kolonien zu verwandeln scheinen, gibt es noch ein wahres Idyll, das dem Massentourismus bisher die Stirn geboten hat: La Palma! Nicht umsonst wird La Palma auch „la isla bonita“ und „Insel der Glückseligen“ genannt.
La Palma ist, wie alle kanarischen Inseln, vulkanischen Ursprungs. Mit einer Fläche von knapp 730 qkm, einer Länge von 42 km und einer Breite von 28 km ist die westlichste Insel der Kanaren auch die Drittkleinste.
Die Gegensätze La Palmas zeigen sich bereits im Landeanflug: eindrucksvoll erhebt sich von der pittoresken Vulkaninsel im Atlantik einer der größten Erosionskrater der Welt, die Caldera de Taburiente.
Ihr 8 km breites Kraterloch teilt zusammen mit einer Kette aus weiteren Vulkankegeln - der Cumbre Vieja - die Insel in eine Ost- und Westseite.
Die Ostseite zeichnet sich durch eine besonders üppig grüne Vegetation aus. Das rührt daher, dass die Sonne ab dem Nachmittag vollends über die Berge auf die Westseite verschwindet und Passatwolken eher an der Ostseite abregnen.
Die Westseite gilt dagegen als sonnig und trocken. Wie eine Wetterscheide wirkt die Gebirgskette und so kann es vorkommen, dass es auf der Ostseite regnet, während auf der Westseite die Sonne scheint – und manchmal auch umgekehrt.
Die Westseite La Palmas präsentiert immer wieder die ungewöhnlichsten Fotomotive.
Wenn sich morgens zwischen sieben und neun Uhr die Sonne über die Bergspitzen arbeitet und den Frühnebel förmlich zurück ins Meer schiebt, lohnt sich das Frühaufstehen. Denn bereits ab einer Höhe von 500 m über dem Meer gleicht der Anblick des sich senkenden Nebels einem Blick aus dem Flugzeug über den Wolken.
Überhaupt sind Wolken ein beliebtes Motiv auf La Palma. Häufig treibt der Passatwind mit hoher Geschwindigkeit Wolken von der Ostseite über den Bergkamm, die sich auf der Westseite rasend schnell auflösen.
Lange, weiße Sandstrände werden Sie auf La Palma nicht finden. Die Vulkaninsel bietet zwar in vielen kleinen, hübschen Buchten auch feinsandige Strände – aber diese sind schwarz. Was auf den ersten Blick ungewohnt wirkt, hat durchaus seine Vorteile. Denn der schwarze Sand speichert die Wärme der Sonne und das ist in den Wintermonaten angenehm.
Eine palmerische Besonderheit stellen die Naturschwimmbecken im Norden der Insel dar. Im Laufe der Jahrtausende haben die Wellen Becken in die Felsen gegraben, die ständig mit frischem Meerwasser gespült werden.
Bei La Fajana und Charco Azul wurden die Naturschwimmbecken mit Terrassen und Restaurants zu richtigen Anlagen ausgebaut, die selbst für Kleinkinder zum Plantschen geeignet sind.
Auch wenn La Palma keine große Insel ist, wird Ihnen sicher nicht so schnell langweilig. Wie fast überall am Meer können Sie Freizeitangebote wie Surfen, Hochseeangeln und Tauchen in Anspruch nehmen. Paragliding, Reiten und Klettern runden das Freizeitprogramm ab.
Quelle: German News
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