Weinanbau in Spanien: Der Rioja-Wein, einer der besten Weine aus Spanien
16. Okt 2008 • Kategorie: Gastronomie
Weintrinker oder nicht, jeder kennt den Rioja aus Spanien. Wie der Name schon verrät haben wir diesen spanischen Wein dem Weinanbau in der Region La Rioja zu verdanken. Ein sehr bekanntes Weinanbaugebiet in Spanien.
Die Ursprünge des Weinanbaues in der Rioja lassen sich nicht ganz lückenlos zurückverfolgen. Man nimmt jedoch an, dass im 11. und 12. Jahrhundert die Benediktiner-Mönche mit dem Weinanbau in der Rioja begannen. Sie bauten einfache Weine an, die zum sofortigen Verbrauch bestimmt und daher nicht von besonderen Qualität waren.
Der Umschwung zur Herstellung von Qualitätsweinen begann mit einer “Naturkatastrophe” in einer ganz anderen Region, im französischen Bordeaux. Als dort in den Jahren 1852, 1862 und 1867 verschiedene Reblausarten die Anbaugebiete heimgesucht und verwüstet hatten, begann man sich nach alternativen Lieferquellen umzusehen um weiterhin lieferfähig zu sein. Die Rioja-Weine waren den Winzern des Bordeaux wohlbekannt, nutzte man sie in schlechten Jahren doch, um durch deren Hinzugabe dem Bordelais mehr Körper zu verleihen. Mit französischem Kapital ausgestattet trug der Technoligietransfer im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Durch die verbesserten Anbau- und Ausleseverfahren konnte mehr Wein erzeugt werden, der aufgrund der verbesserten Keltermethoden und der Verwendung von französischen Eichenfässern von einer deutlich höheren Qualität war. Dadurch konnten in Europa neue Absatzmärkte, vorwiegend in Frankreich, erschlossen werden.
Nachdem am Anfang des 20. Jahrhunderts die Bordeauxwinzer ihre Reblauskrise in den Griff bekamen, zogen sie sich aus der Rioja zurück. Die Tradition einen klassischen Rotwein nach den französischen Regeln der Weinkelterei in Eichenfässern zu erzeugen, wurde von den spanischen Winzern übernommen. Die von den Franzosen gegründeten Kellereien gehören im Übrigen auch heute noch zu den besten dieser Region.
Quelle: Spanieninfo